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30 Grad an Land und 26 im Wasser
2007-02-09 08:47:00
(Kota Kinablalu/Malaysia). Auf der Rückfahrt nach KK geht einiges schief, Busse fahren nicht, Tramper nehmen sie auch nicht mit und als wir endlich doch am Busbahnhof eine altes Gefährt ergattern ist es schon fast Dunkel. Am Mount Kinabalu fahren wir deshalb zum Sonnenuntergang vorbei – absolut beeindruckend, dieser riesige Berg mit über 4.000 Metern Höhe und dahinter das blaue Meer. Etwas schlauer geworden, hatten wir unser altes Hotel diesmal vorgebucht und in der Stadt kennen wir uns ja mittlerweile bestens aus. Die Tage haben wir dann fantastisches Wetter und nutzen dieses, um auf die vor gelagerten Inseln des Tunku Abdul Rahman Marinepark zu fahren, diesmal zum Schnorcheln. Eine Insel kennen wir ja schon vom Tauchschein, so fahren wir auf zwei andere, was hier problemlos und sehr günstig vom Hafen funktioniert und sind nicht weniger begeistert von dem bunten Treiben unter Wasser, welches man sonst nur aus Naturfilmen kennt. Bei 30 Grad Luft- und 26


Ölpalmen statt orange Affen
2007-02-08 09:58:00
(Sepilog/Malaysia). Es ist zwar wie im Zoo, aber diese riesigen Tiere ziehen uns auch hier in Ihren Bann, vor allem machen sie unheimlich viel Quatsch an Seilen und Bäumen und benehmen sich wie kindlich gebliebene Menschen. Ich glaube, dass Orang Utans zu 99 % die Gene des Menschen haben – das eine Prozent ist bestimmt die Tatsache, dass Sie einfach keinen Bock haben, andere Lebewesen zu knipsen und lieber im Wald leben, was uns auch noch etwas milder stimmt angesichts des Massenauflaufes hier. Als Grußkarte versenden Das es diese Aufzuchts- und Auswilderungsstationen überhaupt gibt, ist der Tatsache geschuldet, dass der liebe Herr Mensch hier nach und nach den Urwald brandgerodet hat und riesige Ölpalm-Plantagen angepflanzt hat. Die bringen zwar scheinbar bescheidenen Reichtum, mit Ökotourismus könnte man sicher in ein paar Jahren viel mehr verdienen – wieder einmal regiert das Öl die Welt! Die Dschungellodge, in der wir hier wohnen


Der Ballermann ohne Alkohol
2007-07-17 14:17:00
(Port Dickson/Malaysia). Okay als Highlight unseres zweiten Besuches auf dem malaysischen Festland kann man diese Ampelmännchen sicher auch nicht bezeichnen, aber unser nicht unerhebliches Problem, besteht jetzt darin, dass wir nicht mehr so genau wissen, was wir mit den verbleibenden 7 Tagen hier noch anfangen sollen: in Kuala Lumpur haben wir schon alles gesehen, an der Westküste gibt es keine richtig schönen Strände, an der Ostküste starke Monsunwarnungen. Also verbringen wir die nächsten Tage erst mal damit, ziellos (und recht erfolglos) in Port Dickson nach einem schönen Bade-Strand zu suchen (man sollte sich da auf gar keinen Fall auf die Strand-Tipps von moslemischen, malaysischen Taxifahrern verlassen, die haben da eine grundlegend unterschiedliche Vorstellung von "schön". Dadurch entwickelt sich nach langer Zeit mal wieder ein richtiger Streit zwischen uns. Das Hotel, in das er uns bringt  ist so eklig und keimig und der


Von wegen Ost-Ampelmännchen-Kult
2007-07-16 14:31:00
(Kuala Lumpur/Malaysia). In der Zwischenzeit hat sich eine Sache geändert. Ein Freund aus London, genannt der Ölrusse, wird uns bald Singapur treffen, um mit uns die ersten zwei Wochen Australien zu bereisen. Somit haben wir noch knapp eine Woche auf dem Festland von Malaysia. Jetzt heißt es also langsam Abschied nehmen von Asien und seinen kleinen Besonderheiten. Jedes Land, das wir bisher auf unserer Weltreise sehen, hat seine speziellen Eigenheiten, die besonders in den kleinen Randerscheinungen zu bemerken sind. Zurück in der Hauptstadt beobachten wir zum wiederholten Male eine lustige Besonderheit Malaysias. Das wir uns hier neben einem sauberen und ordentlichen auch in einem Hochtechnisierten Land befinden, merkt man nämlich sobald man die Strasse überquert. Die Fußgängerampeln sind wirklich Klasse. Das rote Männchen ist das gleiche wie bei uns und steht einfach nur so rum mit ausgestreckten Armen. Aber sobald die Ampel auf grü


Der zehntschönste Strand der Welt
2007-07-20 10:08:00
(Tioman Island/Malaysia). Wenn man dem Superlativ liebendem malaysischen Fremdenverkehrsamt Glauben schenken darf, gehört das Eiland Tioman zu den zehn schönsten Inseln der Welt. Als Grußkarte versendenWir kennen da nicht die Kriterien, aber die Insel ist wirklich paradisisch; mit endlosen, weißen, feinen Sandstränden, türkisblauem, glasklaren Wasser und dahinter der dunkelgrüne Regenwald! Dass hier zurzeit auch kaum Touristen sind, liegt daran, dass die Insel noch bis vor einer Woche wegen der Monsungeschichte für Reisende „gesperrt“ gewesen war. Die Schiffspassage hatte uns erahnen lassen warum. Als Grußkarte versendenAber erst mal drüben, haben wir wirklich extrem entspannte Momente auf dieser leeren Trauminsel in einer eigenen Hütte für drei Dollar die Nacht. Wir laufen an einsamen Stränden herum, sehen die größten Drachen-Echsen unseres Lebens (logischerweise weltweit die zweitgrö&sz


Die ersten Anitkotztabletten
2007-07-19 13:25:00
(Tioman Island/Malaysia). Um 6.30 Uhr klingelt der Wecker und pünktlich um 7.30 Uhr wartet das bestellte Taxi unten. Der Fahrer kann zig Sprachen u. a. bayrisch (!) und Babysprache nachahmen, aber er labert ununterbrochen in einer Tour und wir sind überhaupt noch nicht wach - das ist sehr schlimm. Vollkommen hektisch müssen wir am riesigen Busbahnhof den Ticketschalter suchen und als wir endlich eines haben, geht auch schon los. Im eiskalten Gefährt kann ich trotzdem kurz einpennen. Um 12 Uhr erreichen wir den Fischerort Mersing und sofort quatscht uns ein Schwede an, der Tickets für Tioman Island verkauft. Wir lassen uns überreden, schließlich gehört die Inselgruppe zu den 10 schönsten der Erde. Die anderen kleinen vor gelagerten größeren Sandhaufen werden wegen des Monsuns sowieso gerade nicht angefahren. Als Grußkarte versenden Das Problem bei Tioman: es ist richtig weit draußen im Meer. Um 2.30 Uhr geht es mit de


Ich hab Dich doch lieb!
2007-07-18 12:04:00
(Malakka/Malaysia). Es geht nach Melakka, der ältesten und historischsten Stadt Malaysias. Hier bemerken wir schnell, wie schwierig es ist, Horden von japanischen Reisegruppen aus dem Bild zu gehen. Dennoch ist der Ort, mit holländischen (Hey die haben hier eine Windmühle!) portugiesischen, arabischen und eben chinesischen Einflüssen schon ganz niedlich. Ich besorge Sylvie tatsächlich (sie ist echt noch extrem sauer auf mich) ein Wiedergutmachungs-Geschenk – so kleine „ich-hab-Dich-lieb“-Kerzen und eine Duftpyramide, zusätzlich gibts ein fettes Schokoladen-Eis. Für meine Schwägerin Sandra kaufe ich ein „Orang Utan“-T-Shirt – sie hat bald Geburtstag, da muss ich es demnächst auch abschicken – ich hoffe sie freut sich. Schlechtes Gewissen nennt man so was auch landläufig. Auch ansonsten ist es hier – dank der Chinesen – wieder viel günstiger, sei es die nette Hotel-Lodge fü


Ohne Drogen in den Stadtstaat
2007-07-22 06:37:00
(Singapur/Singapore). Ganz abgeschlossen haben wir Asien noch nicht, obwohl Singapur mit Sicherheit die am wenigsten asiatische Stadt auf unserer bisherigen Tour sein wird – sagt man. Die Rückfahrt per Boot aufs Festland ist Gott sei Dank ruhiger und auch den Bus Richtung Kota Bahru erwischen wir punktgenau. Mit diesem geht es an die Grenze, von wo wir zu Fuß mit den großen Rucksäcken in den Stadtstaat laufen müssen, vorbei riesengroßen Stacheldrahtzäunen, an großen Käfigen mit wirklich bissigen Hunden, vielen grimmig drein schauenden Uniformierten und einer sehr intensiven Durchleuchtung der Klamotten. Wenn man die Paranoia eines Freundes (Jay) von uns haben würde, der wirklich immer Schiss hat, dass ihm irgendjemand Drogen zugesteckt habe, würde man hier nicht, ohne ohnmächtig zu werden, durchkommen. Wir zumindest sind sauber und müssen oder dürfen somit unseren Kopf auf dem Hals behalten. Von Singapu


Der Däne und die Schildkröte
2007-07-21 11:02:00
Das Highlight schlechthin entgeht uns aber fast. Da wir am ersten Morgen zu lange schlafen, ärgere ich mich bereits beim Frühstück, dass wir hier jetzt wohl weder tauchen, oder im vor gelagerten Riff schnorcheln werden, denn die Boot legen alle in fünf Minuten ab. Irgendwie habe ich noch soviel Energie, doch noch zum Anleger zu wetzen und eine Tourdame zu bequatschen, dass sie kurz auf uns warten sollen. Wir rasen also zurück, holen unsere Sachen und mit einem Dänischen Paar, einem Bootsführer und in einer Nussschale geht’s auf nach Coral Island. Als Grußkarte versenden Was wir hier sehen ist so unglaublich, dass ich es wirklich kaum beschreiben kann. Weder Südseetraum noch Karibikperle beschreibt diese Insel – für mich schlechthin die Nummer Eins, auf der ich jemals war und vielleicht auch sein werde. HAMMER. Wir allein auf dieser gemalten Insel. Bilder können nur erahnen lassen, wie paradiesisch das hier aussieht &n


Abschied mit einem weinenden Auge
2007-07-24 12:37:00
(Singapur/Singapore). Am zweiten gemeinsamen Tag machen wir mit ihm eine kleine Stadtbegehung für Hermann, die Weiswurst. Also das volle Programm mit Gondelfahrt nach Sentosa Island, mit chinesischer Suppe in China Town und natürlich auch mit dem ultimativen indischen Tempel in Little India. Alles ist ganz niedlich und ansehnlich aber eben keineswegs spannend oder abenteuerlich, wie in anderen asiatischen Städten. Wir enden in einem tollen Feinschmecker-Restaurant in Downtown mit Blick am Stadthafen. Die Nacht zieht sich unglaublich in die Länge – es ist ja schon wieder ein Abschied sabend und unvermeidlicherweise landen wir nach 2 Uhr noch mit reichlich Alkohol vom Spätverkauf in unserem Zimmer. Aber gut, wie oft nimmt man schon Abschied von einem Erdteil, in welchem wir jetzt über drei Monate herum gereist sind.Gegen 4 Uhr Nachts beschließen wir, unser Zimmer bis 17 Uhr am nächsten Tag zu behalten. Ab nächsten Mittag lungern also


Großes Weltreisetreffen in Singapur
2007-07-23 11:58:00
(Singapur/Singapore). In unserer Erinnerung wird S-Town (wie hier übrigens niemand sagt) eher deshalb, weil hier endlich unser Kumpel Hermann aus London zu Besuch eintrifft und wir zeitgleich unsere Freunde Marlene und Jörnchen aus Laos wieder treffen. „The Londoner“ wird von uns standesgemäß mit einem Schild abgeholt. Drauf steht „Göring“, wie sie ihn in England, in Anspielung auf Hermann G. nennen (die Jungs auf der Insel haben echt schwarzen Humor und ne Macke). Mit anderem Budget ausgestattet, lädt uns der feine Herr auch sofort spät abends, in die in 250 Metern Höhe gelegene Disko-Bar des Swiss-Hotels ein, wo wir wieder einmal völlig under dressed unseren Auftritt als kurze Hosen-Badelatschen-Clique zelebrierten. Da wir ihm auch nicht zumuten können, die ganze Nacht, 6 Dollar fürs Bier zu bezahlen, obwohl man hier oben eine Wahnsinnsaussicht auf die beleuchtete Stadt hat, machen wir gleich eine Gege


Wohfühlfaktor deutlich angehoben
2007-07-27 17:10:00
(Sydney/Australien). Meine Sicht: Im Flieger habe ich dem Ölrussen erklärt, dass wir nur ein geringes Budget haben für Australien, da wir danach ja noch ein bisschen von der Welt sehen wollen. Er akzeptiert dies sofort, gesteht aber ein, dass er in seinen zwei Wochen Urlaub hier nicht den Pfennigfuchser heraushängen lassen will und wir einigen uns darauf, dass er uns alle Unterkünfte über 80 A$ spendieren würde. Gute Sache, feiner Kerl und jeder hatte das Beste für sich herausgeholt… Somit gehts auch nicht nach „Assiehausen“ Kings Cross, sondern er sagt dem Taxifahrer: „Fahr mal in ein schönes Hotel in der Innenstadt“. Dies macht der dann auch und wir (angetrunken und mit Backpacker-Rucksäcken) werden vom schick gekleideten Portier ins Novotel geleitet. Der Ölrusse bucht zwei Zimmer – leider nicht mit Hafenblick – und ab gehts an die Hotelbar. Dort müssen wir natürlich unbeding


Drei Bier zum Frühstück
2007-07-27 10:03:00
(Sydney/Australien). Ihre Sicht: Ich weis wirklich nicht genau, was die Beiden auf dem Flug besprochen hatten; jedenfalls fahren wir nicht ins Touristen- und Backpackerviertel Kings Cross, sondern direkt ins richtig noble Darling Harbour – ja genau das, in welchem die Medaillien bei Olympia vergeben wurden - am Stadthafen von Sydney, mit dem Blick auf die Skyline. Mein lieber Freund Schrlt erklärt mir umständlich, dass Hermann irgendwie kein Bock auf die Assies im Kings Cross hätte und auch das (nicht vorhandene) Budget von uns, in Hotelfragen ausgleichen bzw. bezahlen wolle. Wir hatten besprochen, dass wir maximal 80 Aussie Dollar pro Nacht bezahlen wollen, also jeder 40. Er meint, dass er ihm dies gesteckt hätte und er damit einverstanden ist, alles was darüber ist zu blechen. Die Hotelzimmer im Novotel Syndey kosten 220 A$ - zusammen denken wir erst, aber nein, weit gefehlt: pro Zimmer (!) – also fette 440 A$ zusammen. Aber den Ölrussen, w


Tachchen Australien
2007-07-26 14:09:00
(Sydney/Australien). Meine Sicht: Erstmal heißt es Abschied nehmen von Jörnchen und Marlene, diesmal vielleicht für immer - zumindest aber für ziemlich lange Zeit. Leider klappt bei deren Einchecken irgendetwas nicht (sie sind gar nicht auf Ihren Flug reserviert), somit können wir nicht mal ein Abschiedsbier trinken und warten allein auf unseren Abflug nach Australien. Vielen Dank erstmal an unseren Hermann und British Airways. Irgendwie sind keine Plätze in der Holzklasse mehr frei, sodass sie nicht nur den Ölrussen, sondern auch uns in die „Weinklasse“ hochstufen. Hey, wir können uns gar nicht wehren, die Stewardessen füllen uns regelrecht ab. Auch dadurch ist es eine recht kurzweilige Angelegenheit, ich quatsche mit dem Ölrussen über die Erlebnisse der letzten Monate und wir trinken gemütlich ein Weinchen aus feinen Gläsern. Sylvie guckt Filme und schläft dann, was wir irgendwie „verpennen&ldq


G´day Australia
2007-07-25 12:32:00
(Sydney/Australien). Ihre Sicht: Natürlich dauert es keine 20 Minuten im Flieger und die Jungs benehmen sich wie die letzten Idioten. Okay, durch irgendeine Vielfliegerkarte vom Ölrussen Hermann bekommen wir ein Upgrad, sodass wir in der Businessclass schon volle Weinflaschen beim Start in unseren Sitzen vorfinden. Je zwei trinken die Beiden vor (!) dem Takeoff – ihre ersten Biere bestellen Sie in ca. 970 Metern Flughöhe. Nach ca. zwei Stunden steigen sie auf australischen Rotwein um und bleiben die nächsten Stunden lauthals lachend dabei. Sie daddeln irgendwelche Computerspiele – wir haben ja alle einen eigenen Bildschirm – und am nächsten Morgen sind mein Freund Schrlt und Hermann rattentütenzu am Flughafen von Sydney. Dort jammern sie sofort über die lange Schlange und quatschen irgendwelche Mädels aus Deutschland an, um sich gegenseitig hochzuziehen. Vor dem Flughafengebäude muss ich deshalb noch die Unterhaltung mit e
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In Sydney steht ein Hofbräuhaus
2007-07-30 01:09:00
(Sydney /Australien). Meine Sicht: Nach dem wohltuenden Mittagsschlaf geht es zur ersten Stadtbesichtigung. Wir laufen in die beeindruckende Innenstadt und finden einen exellenten, preiswerten Koreaner mit riesigen Portionen. Wach und gestärkt können wir die ultimativen Pflichtgebäude von Sydney im letzen Scheine der Abendsonne genießen; die fantastisch beleuchtete Harbour-Bridge und die architektonisch unheimlich beeindruckende Opera. Sieht wirklich toll aus, wie diese weltbekannten Sehenswürdigkeiten das Stadtbild abrunden. Im angrenzenden historischen Stadtteil „The Rocks“ finden wir die die Paulaners Bierstuben. Hurra, mein erstes deutsches Bier seit über vier Monaten – es schmeckt wirklich vorzüglich und alle drei Minuten brüllen wir „A zapft iss“. Alle sind wir glücklich. Mit dem Taxi fahren wir zurück ins Hotel, relaxen noch ein wenig an der Bar und besprechen unseren nächsten Tag in Australie


Wiedermal asiatisch in Australien
2007-07-29 06:41:00
(Sydney/Australien). Ihre Sicht: Kaum zu glauben, aber die Beiden sind dann gegen 16 Uhr zum ersten Mal nüchtern (seit zwei Tagen!!!). Wir laufen über die Darling Harbour Bridge ins Hochhaussydney und Hermann will dort unbedingt beim Koreaner essen gehen. Ich könnte fast heulen; überall gibt es Pizza, Pasta, Steaks, Kartoffeln oder Baquettes mit leckeren Käse- und Wurstplatten und wir müssen zum Asiaten?! Nach vier Monaten in Asien wäre mir wirklich jedes andere Restaurant lieber gewesen, aber der Ölmensch setzt sich durch. Kann sich jemand meine Verzweiflung vorstellen? Ich könnte heulen. Auf dem Weg zu den beiden Highlights, der Sydney Harbour Bridge und der dahinter liegenden Sydney Opera bekommt Hermann einen wichtigen Anruf aus London, sodass wir natürlich nicht mehr zum Sonnenuntergang an diesem Spot ankommen, sondern in tiefer Dunkelheit. Richtig gehend sauer werde ich allerdings, als mein lieber Freund Schrlt im benachtbarten S


Koalas und Japaner kuddeln
2007-08-01 11:50:00
(Katoomba/Australien). Ihre Sicht: Am Morgen geht es zum Autoverleiher. Auch hier werden wir wiedereinmal ohne Aufpreis hochgestuft und bekommen einen niegelnagelneuen Mitsubishi Automatik. Logischerweise tragen wir mich und den Ölrussen als Fahrer ein. Mein Freund Schrlt will lieber hinten liegen und pennen (!), angeblich kann er seinen Führerschein gerade nicht finden. Erstmal fährt der Londoner, der sich ja bestens mit dem Linksverkehr auskennt und ab geht es in Richtung Blue Mountains, nach Katoomba! Aber natürlich nicht, ohne auf dem Weg dorthin, das bekannte Featherdale Wildlife Reserve zu besuchen. Wer jetzt denkt, "Wildlife Reserve" bedeutet, dass dort die ganzen einheimischen Tiere in großen Gehegen und sozusagen in ihrer natuerlichen Umgebung zu erspähen sind, der sei eines Besseren belehrt! Das denken wir nämlich auch. Vorgefunden haben wir dann die armen kleinen Viecher in winzigen, engen Käfigen, umringt von schrillen, la


Zu blöd zum Surfen, oder was?
2007-07-30 13:18:00
(Sydney/Australien). Meine Sicht: Am Morgen scheint die Sonne über Sydney und per U-Bahn und Bus geht es zum berühmten Bondi-Beach. Am heute relativ leeren Strand beobachten wir lange die professionellen Surfer, aber besonders die Anfängergruppen. Als Grußkarte versenden Wir befinden, dass die sich alle ziemlich blöd anstellen und der Ölrusse und ich denen mal zeigen müssten, wo der Hammer hängt, aber nicht heute. Die Mädels in der Gruppe schreien wie wild am Strand herum, da sie scheinbar vom blauen Bottle Jellyfisch gestochen werden. Diese Quallenart muss wohl ziemlich schmerzhaft sein. Wir lachen uns kaputt über das Schauspiel und verzichten freiwillig aufs Anbaden in Australien. Wir zeigen denen auch nicht unsere Surftechniken, noch nicht. Der hohe UV-Faktor lässt uns sowieso in ein schattiges Cafe zum Mittagsbier wechseln. Auf dem Rückweg in die City halten wir im Backpacker- und Amüsierviertel Kings Cross. Es i


Die besten Surfer in Bondi
2007-07-30 13:13:00
(Sydney/Australien). Ihre Sicht: Am nächsten Morgen sind zum Glück wieder alle halbwegs normal. Muss ich beschreiben, wie genial das Frühstücksbuffet ist? Nein, aber ich hätte den ganzen Tag hier sitzen bleiben können – mit all den vermissten Leckerein. Doch auch Sydney gefällt mir richtig gut. Es ist irgendwie eine Mischung aus allem Möglichen. An einigen Ecken hat man das Gefühl, man steht irgendwo in New York, dann wieder sieht es aus wie in England. Ziemlich gelöst und das Beste: die Stadt hat einen riesigen Strand direkt vor der Tür! Den schauen wir uns dann an diesem Tag an und die beiden Jungs haben Gelegenheit, sich die ersten Tricks und Kniffe von den Surf-Profis abzukucken. Natürlich nicht, ohne Lauthals ihren Kommentar zu allem abzugeben (dass bis dahin keiner der beiden Surfen kann, muss ich ja wohl nicht extra erwähnen, oder?). Als Grußkarte versenden Nach einen kurzen Zwischenstopp in Kings Cro
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Wenigstens ein großer Hotelschlüssel
2007-08-03 07:39:00
(Blue Moutains/Australien). Meine Sicht: Die Blue Mountains liegen etwa zwei Stunden Autofahrt von Sydney entfernt und sehen ein bisschen aus wie der kleine Grand Canon nur eben grüner. Steile Felswände ragen über fantastischem Buschland in der Ebene auf – schon recht beeindruckend. Die „three Sisters“ sind hier der bekannteste „Lookout“ leider sind auch hier natürlich wieder die meisten Japaner und Chinesen am Start. Zumindest sehen wir hier unseren ersten Kakadu in den Bäumen und eine sehr kleinen Wasserfall. Hermann und ich klettern noch ein bisschen an den Steilwänden, was hier natürlich ausdrücklich verboten ist – das finden wir lustig, weil wir bescheuert sind. Das Hotel ist total urig, wir bekommen riesige Schlüssel für das niedliche Zimmer. Am Abend gehen wir leider zum schlechtesten Griechen bzw. Zyprioten von ganz Australien, vor allem was das Preis-Leistungsverhältins anbelangt; tr


Kein Blau in den Bergen
2007-08-03 07:11:16
(Blue Moutains/Australien). Ihre Sicht: Den Rest des Tages verbringen wir mehr oder weniger damit, in den Blue Mountains die eindrucksvollen Wasserfaelle zu suchen, die aber zu dieser Jahreszeit irgendwie "leer" zu sein scheinen und Hermann zu beruhigen, der mit der Wahl unserer Unterkunft nicht ganz so glücklich ist (leicht verwöhnt vom Novotel). Das "traditionelle" Cecile-Guesthouse, in dem wir abgesteigen, ist schon über 100 Jahre alt und sieht auch so aus! Aber damals waren die Menschen eben noch etwas kleiner als heutzutage und haben nicht so viel Platz im Zimmer gebraucht. Grundsätzlich ist es hier kalt, regnerisch und die Blue Mountains sind kein bisschen blau – es sieht eher aus wie im Pfälzer Wald mit ner tiefen Schlucht – morgen hauen wir wieder ab und versuchen vorher, wenigstens uns „blue“ zu bekommen!   


Koalas und Japaner schubsen
2007-08-02 12:33:00
(Katoomba/Australien). Meine Sicht: Das Automieten am nächsten Tag klappt super – wir bekommen eine große neue Kiste und vor allem muss ich nicht fahren, das überlasse ich lieber meiner Freundin und dem Ölrussen – können die bestimmt besser. Auf einem Schild entdecken wir ein Wildlife-Reserve an der Strecke und halten an. Für 18 A$ sehen wir unsere ersten Koalas, Emus und Kängaruhs „in echt“. Der Zoo ist schon ganz schön sinnlos, aber wir haben trotzdem viel Spaß beim Betrachten, Begrabschen und Schubsen des australischen Wildlifes und der dazugehörigen chinesischen und japaischen Touristenbande! Ich hoffe dennoch sehr, dass uns irgendwann mal ein Kängaruh vors Auto hüpft oder wir einen Koala im Wald entdecken – also in der richtig echten Natur.


Weltreise zu den Delfinen
2007-08-06 12:36:00
Meine Sicht: Die beiden fahren mich gemächlich nach Nelson Bay, einer Halbinsel, 60 Kilometer ab vom Schuss, also der Hauptroute der gewöhnlichen Backpackerhorde. In einem netten Motel mit Pool finden wir zwei schöne Nichtraucherzimmer, was sie nicht lange bleiben. Am frühen Nachmittag schaffen wir es noch die traumhafte Finger Bay zu erkunden, eine einladende Bucht, endlich mit dem richtig warmen Meer zum Anbaden und dem kühlen Bier danach im Sonnenschein. An der nächsten Bucht wiederholt sich dieser Vorgang bevor wir zurück in den Motelpool fahren und entspannt unsere ersten Stubbies trinken (das sind kleine Bierchen aus dem praktischen 24er Pack). So gesehen ist Australien sehr entspannend. Die Restaurantsituation ist dafür genauso bescheiden wie in Kaatooma, sodass wir (trotz des Ölrussens) entscheiden, in den Supermarkt zu gehen. Für uns eine wahrlich paradisische Entscheidung, da es hier wirklich alles (!) gibt, was der verw&oum


Australischer Frühstückskapitän
2007-02-25 00:13:00
(Nelson Bay/Australien). Ihre Sicht: Von Katoomba aus fahren wir dann am nächsten Tag weiter in den Norden, nach Nelson Bay. Da wir in der Zwischenzeit davon überzeugt sind, dass Reisen ohne Reiseführer sowieso viel toller ist, sind wir auf die zahlreichen Publikationen der örtlichen Fremdenverkehrsbüros angewiesen und in Nelson Bay wurden uns tolle, große Sanddünen, traumhafte Badestrände und Delphine versprochen. Und das finden wir sogar vor. Dort gibt es riesige, kilometerlange Sanddünen, die sich am Meer entlang ziehen, in denen man sich vorkommt, als ob man mitten in der Wüste steht und die man mit einem 4WD befahren kann, wenn man so einen Wagen hat (haben wir aber nicht). Davor findet man ein superschönes, blaues Meer mit klasse Wellen für die, die Surfen können (können wir aber nicht, dafür haben wir es mit einem ziemlich ramponierten Bodybord zumindest mal versucht) und natürlich Flipper! Den seh


Meine Surfer und die Mädels
2007-08-09 13:52:00
(Byron Bay/Australien). Ihre Sicht: Es geht weiter dann weiter nach Byron Bay, offensichtlich „DIE“ Surfer -Metropole an der Ostküste (wenn ich da richtig informiert bin). Und hier machen die beiden Jungs dann auch ihren 3-Tages-Surfkurs! Die Welt hat jetzt also 2 Erstklasse-Surfer mehr, die diesem Sport eine ganz neue Bedeutung geben werden und bereits während ihres Surfkurses neue Maßstäbe für das Wellenreiten setzen (so wird mir das zumindest berichtet!). Ich habe es mir in der Zwischenzeit in unserem super schicken Appartement mal so richtig gut gehen lassen, habe auf der Couch rumgelümmelt, bin ab und zu mal zum Kühlschrank gepilgert und habe mir (fast) die komplette erste Staffel von Friends angeschaut, die der Ölrusse auf DVD dabei hat. Endlich mal wieder Extrem-Couchen! Das Wetter ist sowieso nicht so toll, es regnet fast die ganze Zeit immer mal wieder, was dann zum Schluss auch zu tierischen Überschwemmungen in Coffs
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Verpenne Dein Leben auf der Rückbank
2007-08-08 11:49:00
(Coffs Harbour/Australien). Meine Sicht: Heute will Sylvie mal fahren – na ich schnalle mich hinten lieber an und döse dann, trotz anfänglicher Angst, trotzdem hinten ein. In Port Maquarie wecken mich die beiden und wir schlendern in ein Fish & Chips Lokal. Der Ort ist ganz niedlich mit vorgelagerten Sandbänden auf denen riesige Pelikane nisten. Aber wir wollen ja ins Surferparadies Byron Bay, also geht’s weiter. Kurz hinter Coffs Harbour entscheiden Sylvie und der Ölrusse, dass sie heute genug gefahren wären und es nicht mehr bis BB schaffen würden. Wir halten an einem wilden Strand mit Hotel. Als Grußkarte versenden Mir ist es recht, denn das angesteuerte Resort ist nobel und dafür richtig preiswert. Für 99 A$ bekommen wir die Zimmer, haben eine Monsterpool genau davor, wo wir bei herrlicher Nachmittagssonne noch zwei Stunden planschen können. Relativ große Leguane springen hier auch noch herum und der Whirlp


Die größten Meckerziegen fahren nie
2007-08-07 14:46:00
(Coffs Harbour/Australien). Ihre Sicht: Auf dem Weg nach Byron Bay fahre ich zum ersten Mal eine längere Strecke. Und (!) was ist die Konsequenz. Die Jungs nerven mich! Mal fahre ich ihnen zu schnell, dann zu langsam, manchmal zu ruckelig und dann schreien sie mich an, als ich falschherum in den Kreisverkehr einbiege (Huch). Nach der Besichtigung von Port Macquarie und ewig langer Gurkerei auf einspurigen Straßen habe ich am Nachmittag in Coffs Harbour keine Böcke mehr. Als Grußkarte versenden Den feinen Herren gefällt der Ort allerdings zum pennen nicht und so fährt der Ölrusse, sage und schreibe noch ca. 10 Kilometer weiter ins Pelican Resort, was mit einem Special für die Übernachtung wirbt. Ich bin fix und alle und finde den riesigen 30 Meterpool und den Whirlepool dann, nachdem ich mich abgeregt habe, auch recht entspannend. Nach dem zweiten Glas Rotwein am Abend ist der Ärger eh vergessen.  


Ein fieser Raubüberfall in Australien
2007-08-12 10:15:00
(Brisbane/Australien). Ihre Sicht: Eine kleine Anekdote zu Australien fällt mir noch ein. Irgendwie scheint das Land doch recht anständig und geordnet zu sein (was irgendwie niedlich ist für eine Zivilisation, die mehr oder weniger von "Knasties" gegründet wurde). Auf jeden Fall hält man sich hier pingelig an Geschwindigkeitsbegrenzungen und auch so scheint es relativ wenige Verbrechen zu geben. So ist dann auch die Hauptmeldung in den Nachrichten in Brisbane, dass ein 23-jaehriger Deutscher Tourist (der Peter) in Melbourne am Geldautomaten von zwei Männern gezwungen wurde, das gerade abgehobene Geld rauszurücken. Dem jungen Mann ist nichts passiert, die beiden Herren waren wohl auch recht höflich. Gut, in anderen Teilen der Welt gehört das schon fast zum Tagesgeschehen, denkt man sich da und bei uns wäre das gerade mal eine Nebenmeldung wert, wenn überhaupt. Nicht so in Australien! Der Gute war mit seiner Geschic


...hier geht es bald weiter!]]>
2007-08-11 06:18:00
...hier geht es bald weiter!


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