Owner: Ein Jahr in Israel URL:http://blog.omakowski.com Join Date: Thu, 13 Sep 2007 05:12:22 -0500 Rating:0 Site Description: Ein Blog ueber meine Erfahrungen, Spass und Ernst waehrend meines Zivildienstes (Anderer Dienst im Ausland) im Kibbutz Givat Brenner in Israel. Site statistics:Click here
Bild der Woche (8) 2007-11-21 16:01:13 Das Bild der Woche
ist diesmal eine Karrikatur. Ich habe sie im Internet gefunden und sie nimmt Moses (oder doch Gott?) auf die Schippe und macht sich somit ueber das Judentum lustig. Komischerweise wurde der Zeichner meines Wissens nach noch nicht von strengglaeubigen Juden bedroht.
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Hebräisch ist freaky 2007-11-20 15:35:19 Da ich gestern wieder eine meiner ruhmreichen Hebräisch-Stunden hatte, ist mir doch wieder aufgefallen, wie interessant diese Sprache eigentlich ist. Auch wenn meine Lehrerin, eine pensionierte Ulpanlehrerin, mich jedes zweite Mal nach meinem Namen fragt und das Lehrbuch, das sie verwendet aus dem Jahr 1988 stammt, gehe ich immer zufrieden aus dem Unterricht.
Das einzige Problem ist vor den Stunden. Denn ich würde mich eher zu den fauleren Geschöpfen zählen, die diese Welt bevölkern und dementsprechend fällt es mir schwer mich wirklich intensiv mit der Sprache auseinanderzusetzen. Jede Woche das gleiche Versprechen an mich selbst: Nächste Woche wird gelernt. Doch irgendwie sind alle Wochen gleich.
Rechts ist übrigens das Alphabet, das mir das tägliche Leben hier erheblich erschwert zu sehen. Es gibt keine Groß- und Kleinschreibung, nur einzelne Buchstaben werden am Wortende verändert dargestellt. Die Zeichen sind meiner Meinung nach aber unglaublich cool. Wer jedoch mehr üb
“Die” israelische Mentalitaet 2007-12-01 16:01:01 Haeufig werde ich gefragt, wie DER Israeli denn nun sei. Rau oder lieb? Freundlich oder gemein? Laermend oder ruhig? Schnell oder lahm? Das ist natuerlich immer schwer zu sagen, denn mit menschlichen Eingeschaften ist es wie mit Geruechen: Die kann man mit Worten nur schwerlich beschreiben.
Eins ist klar: er ist anders. Und zwar je nachdem wo man sich in Israel befindet. Denn der Jerusalemer benimmt sich ganz anders als der Tel Aviver. Der Haifaner ganz anders als der Eilater. Ein Kibbutznik ganz anders als ein Grossstaedter. Hierbei sei zu bemerken, dass ich vornehmlich mit Kibbutzniks zu tun habe und dennoch darum bemueht bin, einen Mittelwert zu finden, der die Thematik natuerlich nur ansatzweise anreissen kann.
Eins jedoch steht fuer mich fest: Israelis sind viel unkomplizierter als Deutsche. Das mag die ’suedlaendische Mentalitaet’ sein, aber es ist schon auffaellig, wie einfach man mit den Leuten hier ins Gespraech kommt, wie schnell man zu jemanden nach Hause eingel Read more:ldquo
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Neue Volontaere im Kibbutz 2007-11-30 08:20:34 Es ist soweit, ich bin nicht mehr der einzige Volontaer des Alut im Kibbutz. Diese Woche kamen Sandra aus Lettland und Aline aus Deutschland an und bezogen ihre Haeuser.
Die beiden werden, wie ich mit den autistischen Kindern zusammenarbeiten. Beide wollen ein Jahr bleiben und ich freue mich, dass ich ein wenig auslaendische Gesellschaft bekomme, die in der gleichen Situation ist wie ich es bin.
Bild der Woche (9) 2007-11-29 02:20:29 Nahe bei Betlehem, wo ich gestern war, verläuft die Grenze mit Israel. Diese ist dort zur Mauer verstärkt, was vielen palästinensischen und ausländischen Künstlern die Fläche zum Ausdruck ihrer künstlerischen Botschaften bietet. So geschen auch auf dem Teil, der rechts zu sehen ist. Dort wurde sogar ein Loch in der Wand geschaffen.
Read more:Woche
Wieso entschaedigen die Deutschen noch immer? 2007-11-27 16:01:36 Vorletzten Shabbat bin ich, nachdem ich bei einer befreundeten Familie zu abend gegessen habe, durch das Kibbutz nach Hause gelaufen. Unterwegs bin ich natuerlich bei einem Freund haengen geblieben, der gerade einigen Besuch da hatte.
So fuehlte ich mich ein wenig wie das Tier im Gehege, als ich vorgestellt wurde und die Fragerei began. Es war ein sehr interessanter Abend und mir wurde die Moeglichkeit angeboten, Ueberlebende des zweiten Weltkriegs zu treffen und mich mit ihnen zu unterhalten. Aber eine Frage fand ich sehr schwierig zu beantworten.
Wieso zahlt Deutschland eigentlich immer noch so viel Geld an Israel, wenn es schon kurz nach dem Krieg angefangen hat und von niemandem dazu gezwungen wird? (Seit 1952 hat Deutschland naemlich insgesamt ueber 60 Milliarden Euro an Holocaust-Ueberlebende und den Staat Israel gezahlt)
Ich antwortete ihm, dass auch heute noch immer viele Holocaust-Ueberlebende am Leben seien und der deutsche Staat ihnen gerne helfen wuerde. Israel als juedisch
Soziale Missstaende in der juedischen-orthodoxen Gesellschaft? 2007-11-26 16:59:58 Vor einiger Zeit habe ich mit einer Mitarbeiterin des anderen Hostels in Givat Brenner geredet, die auch im Kibbutz lebt. Sie hat mich auf einen gravierenden Missstand der juedisch-orthodoxen Gesellschaft hingewiesen.
Sie hat mir naemlich erzaehlt, dass in orthodoxen Kreisen, geistig Behinderte in zeugungsfaehigem Zustand haeufig mit einander verheiratet und zur Fortpflanzung angeregt werden wuerden. Dies geschehe, so ihre Aussage, da die Verwandten denken wuerden, dass es von Gott erschaffene Geschoepfe seien, die zu einander gehoerten. Nun bekaemen diese Paare widerum Kinder, die so gut wie immer auch Behinderungen, besonders Autismus aufweisen sollen. Ihre Aussage muss natuerlich ueberprueft werden, aber wenn es stimmt, scheint es ein grosses Problem und ein gravierender Missstand zu sein.
Doch gleichzeitig gab mir das ganze ueber unsere Gesellschaft zu denken: Findet man, diese, wie es scheint, sichere Methode Behinderte in die Welt zu setzen sei verwerflich, sagt man dann sogleich
Erstes Mal Westbank (2) - Betlehem 2007-12-07 16:00:59 Am naechsten Tag machte ich mich auf nach Betlehem. An der benachbarten Hauptstrasse wartete ich auf das naechste Monit Sherut, das dann auch kam und mich fast ueberfuhr. Es war, wie nicht anders zu erwarten, von Arabern besetzt, die das gleiche Ziel wie ich hatten. Durch den Checkpoint am Eingang der Stadt wurden wir nur durchgewunken und dann kamen wir auch schon in Betlehem an.
Eine Art Busbahnhof, der eigentlich nur durch durchgehend parkende Taxis links und recht am Strassenrand dargestellt wurde eroeffnete sich mir und weiter folgte ich zu Fuss den Ausschilderung in Richtung Geburtskirche (Church of Nativity) deren Entfernung, wie sich dann herausstellen sollte, irgendwie falsch von mir eingeschaetzt wurde.
Besonders aber fiel mir das normale Leben auf, das hier seinen Lauf nahm. Nichts vom Konflikt zu spueren, der taegliche Leben zermuerben soll und keine Terroristen in dunklen Seitenstrassen. Wie einige israelischen Freunde mir sagten, gibt es auch andere Viertel in Betlehem, d
Erstes Mal Westbank (1) - Tent of Nations 2007-12-04 16:00:49 Vor kurzem habe ich Joseph kennen gelernt, der als Volontär in der Westbank, unweit Betlehems in einer Einrichtung arbeitet und lebt, die den Namen ‘Tent of Nations
’ trägt. Er arbeitet dort mit zwei anderen Volontaren, Pia aus Oesterreich und Dominik aus Koelle zusammen und hilft der Besitzerfamilie das Land zu kultivieren und es auf diese Art vor Ueberschreitungen der umliegenden Siedler zu schuetzen und einen Ort der Begegnung fuer internationale Gruppen zu schaffen.
Also habe ich mich auf den Weg gemacht, ihn zu besuchen und dabei einen Einblick in das Leben in der Westbank und speziell an diesem Ort zu bekommen. Es war der Tag des Gipfels von Annapollis und schaerfste Sicherheitsvorkehrungen samt ueber Jerusalem kreisender Hubschrauber wurden angekuendigt. Davon bekam ich dann allerdings nichts zu sehen und so entschied ich auf jeden Fall weiter zu fahren. Besonders interessant war dann die Fahrt zum Tent of Nations. Von Jerusalem aus nahm ich einen Bus, der in die Si
Verraeterische Ausreden 2007-12-02 16:00:41 Ich habe einen ziemlich lesenswerten Artikel bei Daniel Pipes gefunden. Es geht um den Friedensgipfel in Annapolis und Ehmud Olmerts (Premierminister Israels) Forderung der Anerkennung Israels als juedischen Staat durch die arabischen Nachbarn. Hier ein Auszueg des Ganzen:
Die Palästinenserführung antwortete schnell und eindeutig auf Olmerts Forderung:
Das Hohe arabische Beobachterkomitee in Nazareth die palästinensische Autonomie einmütig aufgefordert Israel nicht als jüdischen Staat anzuerkennen.
Salam Fayad, „Premierminister” der PA: „Israel kann sich definieren, wie es will, aber die Palästinenser werden es nicht als jüdischen Staat anerkennen.”
[…]
Saeb Erekat, Kopf der PLO-Unterhändler: „Die Palästinenser werden niemals Israels jüdische Identität anerkennen… Es gibt in der Welt kein Land, wo religiöse und nationale Identitäten miteinander verflochten sind.”
Erekats Verallgemeinerung ist sowohl merkwürdig als auch entlarvend. Nic
Iran-Umfrageergebnisse aus den USA 2007-12-19 00:31:53 Schon vor etwas laengerer Zeit habe ich recht interessante Umfrage-Ergebnisse aus den USA gefunden. Vor allem die Schlussfolgerungen sind beachtlich.
Zogby: Based on what you know about Iran’s development of a Nuclear Program, how supportive are you of a US military strike to prevent Iran from building a nuclear weapon? (52%)
Gallup: Suppose U.S. economic and diplomatic efforts do not work. If that happens, do you think the United States should - or should not - take military action against Iran? (46%)
CNN: If the U.S. government decides to take military action in Iran, would you favor or oppose it? (28%)
Note this: When Gallup asked about military action with no mention of failure of the diplomatic efforts, only 18% supported it. CNN did not mention the two possibilities, just asked about action, and one can assume that most of the responders reasonably thought they mean now. Also, CNN didn’t say anything about nuclear program, which Zogby did. So here is the real meaning
Traurige Bilanz 2007-12-17 18:24:16 Haaretz, die grosse links-liberale Zeitung Israels veroeffentlichte letzte Woche eine Statistik der auf israelisches Staatsgebiet abgefeuerten Raketen und Moersergranaten:
Seit Anfang des Jahres sind bereits mehr als 970 Kassam-Raketen und etwa 1200 Mörsergranaten von palästinensischen Terroristen auf israelisches Territorium abgeschossen worden. Dabei wurden zwei Israelis getötet und mehr als 50 verletzt. Bei Militäreinsätzen der israelischen Armee im Gaza-Streifen starben drei Soldaten und 88 wurden verletzt.
Dabei ist zu beachten, dass die meisten Geschosse aus dem Gaza-Streifen kamen und nicht allzu weit in Land reichten. Kassam-Raketen und Moersergranaten haben eine sehr niedrige Flugbahn, was (bisher) verhindert, dass sie effektiv automatisch abgewehrt werden koennen. Sie koennen hoechstens geortet werden, sodass in Orten wie Sderot, die in der Naehe des Gazastreifens liegen, bis zu 20 Sekunden vor dem Eintreffen der ungebetenen Gaeste ein Alarmsignal ausgeloest wird, der de
Der Judenkomplex 2007-12-12 16:00:45 Meine (juedische) Chefin hat mich heute gelobt. Mal wieder. Diesmal, weil ich grundsaetzlich nicht zoegere, eine zusaetzliche Schicht zu uebernehmen oder kurzfristig jemanden zu vertreten. Sie stellte fest, dass sonst bei uns nur der einzige arabische Mitarbeiter ein solches Verhalten an den Tag lege. Und dann hat sie mir etwas erklaert, das hier natuerlich (gewollt) lustig klingt, aber im Kern aber doch richtig ist:
“The jewish people always think everybody wants to fuck them. If I ask you or [arabischer Kollege] if you can work this or this day, it’s never a problem. But the others always think I want to fuck them. It’s a jewish problem. It’s mentality.”
So wortwoertlich.
Bild der Woche (10) 2007-12-11 16:00:19 Und wieder ein Bild der Woche
. Diesmal zeigt es ein beliebtes T-Shirt-Motiv, das viele Touristen in Israel durch die Gegend tragen.
10 Gruende, Israel zu besuchen 2007-12-23 14:21:45 Hier ein Auszug aus einem Artikel, dem ich besonders zustimmen kann. Nur die preise sind noch niedriger, als angegeben!
1. In Israel
ist Sommer, fast das ganze Jahr über.
Die Jahreszeit jetzt nennen die Israelis Winter und tragen dicke Mäntel über dünnen T-Shirts. In Wahrheit scheint an sechs von sieben Tagen die Sonne, die Temperaturen schwanken zwischen 17 Grad (Jerusalem) und 24 Grad (Tel Aviv). Im Frühling wird es wärmer, im Sommer heiß. Wann Sie Israel besuchen, hängt also von Ihrer persönlichen Wunschtemperatur ab.
2. Nirgendwo gibt es bedeutendere, erlebbare historische Stätten.
Wer durch die Altstadt Jerusalems wandelt, fühlt sich Gott näher als je zuvor in seinem Leben. Die Grabeskirche Christi, die Klagemauer, der Tempelberg und die vielen biblischen Orte berühren Reisende tiefer, als sie das erwarten. Hier wird die Geschichte lebendig, die wir seit frühester Kindheit gelernt haben. Dazu kommen einzigartige Monumente wie die Festung Masada hoch über dem Toten M
Weihnachten in Israel und Palaestina 2007-12-20 14:50:46 Nach Schätzungen des israelischen Tourismusministeriums werden dieses Jahr 60000 christliche Pilger zu Weihnachten Israel
besuchen. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von 50 Prozent.
Und wer wird einer von ihnen sein? Genau, ich! Zuerst werde ich in Jerusalem zum Gottesdienst gehen (ein wenig Restfrommheit kommt durch), anschliessend geht’s nach Betlehem, wo ich leider nicht in die Geburtskirche kann, aber immerhin davor stehen werde. Hat auch was!